Monatsarchiv für Februar 2007

I was made for loving you baby

Sonntag, den 25. Februar 2007

Es ist jetzt nun schon vier Wochen her. Vor vier Wochen hat sich meine Liebste von mir getrennt. Das Leben ging weiter und so langsam klärt sich die Sicht.

Was macht man nach solchen Etappen? Im Leiden war ich schon immer weiblich. Die gemeinsame Zeit wäre die größte Trauer aller Zeiten wert gewesen. Aber das würde mir nicht weiterhelfen.

Ich muss zugeben, der Aufbau gestaltet sich schwierig. Die Freude ist zurück. Aber vieles ist noch sinnsuchend und ich finde nichts.

Schwarz ist keine Farbe

Montag, den 12. Februar 2007

Ich wusste nicht richtig, was ich suchte. Es ist schwer, wenn man keine Vorstellung davon hat, was richtig wäre für den Augenblick. Momente ändern sich wie das Leben.

Wenn man geküsst wird, aber gar nicht weiß, was Küssen ist. Was macht man dann? Was sagt man? Wie geht man damit um? Manchmal kommt etwas herunter, was sich so sonderbar fremd anfühlt, wonach man sich aber unbewusst sein Leben lang sehnte.

Physikalisch gesehen entsteht Schwarz bei der Abwesenheit von Licht jeglicher Wellenlänge. Da Farbe lediglich eine Sinnesempfindung des Gehirns und die Wellenlänge eine physikalische Eigenschaft ist, ist es angebracht, von Schwarz als Farbe zu reden.

Vierundzwanzig Tage ohne Überschrift

Sonntag, den 11. Februar 2007

Wie schnell die Zeit dahin vergeht, entbehrt jeder Worte. Drei Wochen freie Zeit sind wirklich schnell vorbei. Drei Wochen ohne Rahmen, ohne Zentrum, ohne Richtung. Jeder Tag unverbindlich und freibleibend.

Und doch ist nun alles irgendwie anders. Entferne den zentralen Baustein und das Haus zerbricht. Das Tempo der Veränderung bleibt auf hohem Niveau. Letztes Jahr war Gewinnen, dieses Jahr ist wohl Verlieren. Jetzt sind wieder Räume frei, die nach Verwendung streben.

Damit bin ich an einer Lebensstelle angelangt, wohin mich lange hingewünscht habe, aber sie nach einigen Jahren irgendwie vergaß und wenn mich jemand gefragt hätte, fände ich sie nicht mehr erstrebenswert.

Wie ein Kind denken

Samstag, den 10. Februar 2007

Wir fragen immer nur danach, was das Leben uns schenkt, schenken könnte, schenken soll. Warum fragen wir nie danach, was wir dem Leben schenken? Die Welt wird schließlich durch Wunschansprüche nicht besser.

Wie viele Gute Taten haben wir heute verbracht? Das fängt doch schon im Kleinen an, wie oft haben wir heute ohne Grund unsere Mitmenschen angelächelt? Das kostet ja nichts. Auf der Straße, im Flur, im Geschäft?

Es ist furchtbar zu erkennen, dass wir eigentlich nur kalte Egoisten sind. Ach, das macht mich beinah so traurig, dass ich kaum mehr schreiben kann. Wir müssen dringend umdenken.

37 Grad

Montag, den 5. Februar 2007

Als ich heute zu meinen Eltern fuhr (A65), hörte ich den Sender HR3 im Radio. Darin ein Interview mit 2raumwohnung und Rezension des neuen Albums 37 Grad. Aktuell in den Charts mit „Besser geht’s nicht“.

Ob es nicht überladen wäre mit Glück? Ob es nicht zu wenig Kummer beinhalten würde? Warum die Band an dieser Stelle keine Rücksicht nähme? Ob da was mit 2raumwohnung verkehrt wäre? Ob das die Leute nicht komisch fänden und sich deswegen vielleicht abneigen würden?

So weit sind wir schon gekommen. Eigentlich ist das nicht weiter zu kommentieren.

Why are you creative?

Donnerstag, den 1. Februar 2007

Nicht dem Erschaffen wegen. Schwer zu umkreisen. Um zu sagen, was ist. Um zu finden, was ich suche. Um zu fragen, wohin. Um zu spüren, das Leben. Um zu begegnen. Mir selbst.

Obiges nur als Vorspiel. Es war an anderer Stelle schon gesagt. Wiederholung schadet nicht, eine alte und verstaubte Methode, um zu sich etwas einzuprägen. Der Mensch lernt durch ständige Wiederholung. Traurig aber wahr, wir sind doofe Automaten.

Was ich eigentlich sagen wollte. Warum ist man am kreativsten, wenn man leidet? Warum nur ist tiefe Melancholie der unerschüttlich beste Quell alles neu Geschöpften?