Monatsarchiv für April 2006

Verlust der Erlebnisfähigkeit

Dienstag, den 25. April 2006

Eine Trauerweide ist selten für die Ewigkeit. Nach einer großen Betrübnis-Synphonie und dem Fest der schwarzen Kleider kommt man irgendwie immer zurück.

Das bedingt sich schon allein aus dem Leben heraus. Jeder Tag ist mit so vielen und unterschiedlichen Rollen und Räume besetzt, unwahrscheinlich, dass überall nur grauer Regen ist.

Manchmal glaube ich aber die eigene Erlebnisfähigkeit verloren. Damit ist der Schlüssel zu den Türen zurück dahin.

Ich misstraue dir

Dienstag, den 18. April 2006

Mitunter kann es schon einmal passieren, dass eine soziale Beziehung vollends ins Abseits gleitet. Ursprung und Kausalität ist schon zu weit zurück, um nachträglich zu forschen.

Gibt es denn noch geeignete Waffen für diese Konflikte? Solche Instrumente, welche nicht beidseitige Anwendung erfordern, um die Krankheit totzugiften? Offenheit, Vertrauen, Kommunikation ist nicht geeignet für Davids Angriffskrieg.

Ich will es nicht akzeptieren. Es kann nicht so bleiben. Flucht ist zu wenig für solche, welche stets die ganze Welt umarmen.

Nur eine Zigarette

Montag, den 10. April 2006

Ganz tief in uns drin, scheint nur ICH zu sein. Das Konzept ist stimmig. Was soll es da auch anderes geben?

Frisch auf der Straße ertappt, wurde ich heute nach einer Zigarette gebeten. Mein Nein kam unmittelbar und ohne Überlegen. Das beschämt mich. Wenn ich mich langsam herannähere, dann habe ich Wahl, Gedanke und bin bereit zu geben.

Was mag das sein, dass wir aber innerlichst nichts von uns daher schenken möchten, wenn jemand bittet? Zuerst müssen wir stets prüfen und werten. Das beschämt mich.

Dazwischen

Mittwoch, den 5. April 2006

Gestern war so unsagbar vieles, was ich verneinte. Morgen ist noch ungeschrieben, aber Manches schon in Konturen am Horizont.

Heute ist dazwischen und es ist nichts vorhanden diese Zeit zu füllen. Was macht man in solchen Momenten? Bis in die Haarwurzeln versinke ich in einer Art von Ausgeglichenheit. Wie in einer Oase baumle ich dahin.

So vergehen die Tage. Es ist Urlaub, es ist eine erholsame Rast, es ist ein stilles Gebet. Beobachtend dem, was kommt.

Entscheidung

Samstag, den 1. April 2006

Es ist nichts mehr darüber hinaus vorhanden. Gedanken kreisen, vibrieren und zirkulieren. Sofort und unmittelbar.

Sie waren lange eine Last, aber jetzt haben Argumene ihr Gewicht verloren. Es ist so allumfassund, ganzheitlich und umunstösslich. Konsequenzen sind Konsequenzen. Veränderung ist nun mehr keine Gefahr.

Eine Gelassenheit überkommt wie ein sanfter Regen. Diese Harmonie tut gut.