Monatsarchiv für März 2006

Ungewollt zurückfinden

Donnerstag, den 30. März 2006

Da glaubt man sich schon sicher und weit entfernt. Und findet sich doch irgendwann ganz schnell und sanft zurück. Unvermutet und ungewollt, einfach so.

Aber es ist nicht mehr gleich (wenn man genau schaut). Die Welt hat sich verändert. Man hat sich selbst weiterentwickelt und befindet sich in einer völlig anderen Phase.

So ändert sich die Betrachtung, der Winkel, das Licht und damit auch das Motiv. Was vorher ganz nah war, ist jetzt nüchtern. Vielleicht. Wenn man Glück hat…

24 Stunden, ein Tag

Dienstag, den 28. März 2006

Manchmal ist es ein Fluch, nicht gelernt zu haben, einfach sein zu lassen. Immer zu stürmen, zu rennen, zu tun.

Aber schämen mag ich mich dafür nicht. Es gibt so vieles, was ich nicht verneinen möchte. Ungeachtet dessen, was letztlich bleibt, was oft nicht sehr viel ist, wenn überhaupt.

Die vielen Stunden, die langen Tage, die dunklen Nächte. Es gibt immer eine Art von Projekt, ein Liste von Anstehendem oder alltäglicher Sturm und Drang. Und die Zeit ist begrenzt.

Vergebliches Anklopfen

Dienstag, den 21. März 2006

Das Leichte klopfte an mir. Es machte sich nicht die Mühe einen anderen Weg zu gehen, sondern starb sofort für sich allein ohne Szene und Musik.

Solche Zeiten muss es ja auch im Leben geben. Es ist nicht richtig, sie vollends zu verurteilen. Wer wie ein Leuchtturm sein möchte, sollte auch Abseits die Wege kennen.

Ich bewundere dennoch die Menschen, welche all das Lastende einfach so abstreifen und sich dem Fröhlichen hinwenden. Ich gehöre leider nicht dazu. Was mich bedrückt, stellt sich stets auch zwischen mich und meine Welt.

Sekt zum Frühstück

Montag, den 20. März 2006

Warum nicht das Leben mal ausarten lassen? Alle Dinge mal ins Unendliche treiben? Die Ausschweifung ohne Korsett zelebrieren?

Heute ein Mensch sein ist ein Lied nach Noten. Zugegeben man interpretiert auf persönliche Weise. Es ist sogar noch ausreichend Luft zum improvisieren. Zum Rhythums kehrt letztlich jeder zurück. Und das ist auch gut so.

Höhepunkte sind nicht im Rahmen. Höhepunkte sind außerhalb und darüber hinaus.

Ankommen

Samstag, den 18. März 2006

Ob man sich mehr die Zeit dazu nehmen sollte? Ob das Früchte trägt? Immerhin sind es sozusagen wie nicht-produktive Leer-Momente und verschenkte Zeit. Und Zeit kommt nicht zurück.

Ankommen ist ein sehr persönlich-ausgestalteter Prozess. Krawatte in die Ecke werfen, Dinge auf ihre Plätze legen, den Ort oder die Zeit langsam über sich kommen lassen. Bevor man damit beginnt, sich aktiv einzumischen.

Der Gewinn ist Intension, Farbe, Ton, Geschmack oder kann sein. Vielleicht schreibt es auch die Wertschätzung vor.

Mein Blog

Donnerstag, den 16. März 2006

Das Leben ist schön. Manchmal vergessen wir das. Weil uns etwas belastet. Oder weil wir keine Zeit haben und damit selten im Augenblick ankommen.

Hinter dem Blog steht nun der Versuch, einzelne Gedanken und Aspekte des eigenen Lebens bewusst aufzugreifen und in kurze Texte zu überführen.

Letztendlich geht es also um Hinwendung und Auseinandersetzung. Und in der Konsequenz entsteht vielleicht mehr Zugang und Wahrnehmung für all das Wunderbare, das täglich geschieht.